Ziele




Die systematische Auswertung der Basis soll zu konkreten und allgemein verständlichen Ergebnissen führen, die die gesamte Fantastik umfassen und praktisch anwendbar sind.
Dadurch sollen folgende Ziele erreicht werden:


Tieferes Verständnis für den Erkenntnisraum des Menschen schaffen

Der Begriff „Fantastik“ fordert sofort den Gegenbegriff „Realistik“ heraus, also den Raum unserer Wirklichkeit!
Die Reflexion über Grundlagen unserer Norm-Wirklichkeit und ihrer Grenzen führt jedoch weit hinein in die Erkenntnistheorie der Philosophie, der Psychologie und der modernen Hirnforschung. Das Aufarbeiten dieser Materie erbringt eine größere Bewusstwerdung darüber, inwieweit ein Mensch überhaupt „objektiv“ sein kann. Welchen Einfluss haben bei Urteilen über Wirklichkeit und Fantasie die historische Epoche, die Kultur, Geschlecht, Bildungsstand und andere Parameter, denen der jeweilige Betrachter unterliegt? Wissenschaftskritik und aufmerksame Methoden-Analyse sind gefragt. Ist unsere Wirklichkeit wirklich „wirklich“? Und ist Fantastik wirklich fantastisch?

Vorhandene Begriffs-Unsicherheiten reduzieren

Das zurzeit gebräuchliche Gattungs-Wesen zur Einteilung von Fantastik-Werken in Kategorien ist zu grobe, widersprüchlich, lückenhaft und in sich von vielfältigen Überschneidungen geprägt. Historisch gewachsene Begriffe passen zu den Inhalten des modernen Werke-Raum oft nicht mehr ausreichend. Und manche moderne Werks-Typen lassen sich gar nicht mit Gattungen und hergebrachten Begriffen erfassen. Hier soll versucht werden, eine in sich widerspruchsfreie, allesumfassende Systematik von Begriffen zu entwickeln, die nicht nur für Fantastik gilt, sondern auch für Realistik, denn viele Werke stellen Mischungen aus Fantastik und Realistik dar.

Zutreffendere Sicht auf Fantastik-Werke ermöglichen

Mit Hilfe des von „Metawelten“ entwickelten Elemente-Modells ist es möglich, Werke jenseits grober Gattungs-Grenzen feiner und mit vergrößerter Trennschärfe in Bezug auf ihre Aspekte zu betrachten. Wenn man durch ein Mikroskop größerer Auflösung schaut, erkennt man neue Strukturen und Muster. Ein weiterer Nutzen des Modells ist die Möglichkeit, nun erstmals alle drei Dimensionen eines jeden Werkes – Inhalt, Gefühl und Ausführung – gleichzeitig und mit mehreren gewichteten Aspekten zu sehen und auszudrücken. Diese neu gewonnene drei-dimensionale Sicht macht Werke plastisch und ganz anders begreifbar.

Werkzeuge zum gezielten Erschaffen von Fantastik-Werken anbieten

Die umfassende und systematische Erfassung sämtlicher Werks-Aspekte durch das „Metawelten“-Element-Modell macht eine EDV-unterstützte Auswertung möglich. Es wird an Software gearbeitet, die jegliche erzählorientierten Werke der Fantastik anhand von Parameter- und Gewichtungstabellen auf Schwerpunkte von Inhalt, Gefühl und Ausführung hin analysieren kann. Umgekehrt ist das Software-Verfahren in der Lage, mit seinen Funktionen diverse Synthese-Werkzeuge für Kreativen anzubieten. Nischen und bislang unbearbeitete Teil-Bereiche des denk-, fühl, und sinnlich erlebbaren Werke-Raumes können so besser aufgefunden und ausgelotet werden. Das mag im besten Fall dazu führen, dass die Verwendung des Element-Modells zu neuen Varianten von Fantastik führt und die kulturelle Landschaft belebt.



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